Am Mittwoch, den 28. Oktober 2026, laden der DGB-Kreisverband Altenkirchen und die IG Metall Herborn-Betzdorf zu einer Filmvorführung mit anschließendem Gespräch ein. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Das Deutsche Volk“, der sich mit dem rassistischen Anschlag von Hanau im Februar 2020 und den Folgen für die Hinterbliebenen und Überlebenden auseinandersetzt.
Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im KulturSalon der Stadthalle Altenkirchen. Der Eintritt ist frei.
Hanau: Ein Anschlag, der nicht vergessen werden darf
Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Der Anschlag erschütterte Deutschland und machte auf erschreckende Weise deutlich, welche tödlichen Folgen Rassismus und rechte Ideologien haben können.
Hinter den Schlagzeilen stehen Menschen, Familien und Freundeskreise, deren Leben durch die Tat unwiderruflich verändert wurde. Der Dokumentarfilm „Das Deutsche Volk“ richtet den Blick auf die Perspektiven der Hinterbliebenen und Überlebenden. Er gibt ihnen Raum, ihre Erfahrungen, ihre Trauer und ihre Forderungen sichtbar zu machen.
Dabei geht es nicht allein um die Erinnerung an die Opfer. Der Film wirft auch Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung, dem Umgang mit Rassismus und der Aufarbeitung rechter Gewalt auf. Er macht deutlich, wie wichtig es ist, Betroffenen zuzuhören und ihre Perspektiven ernst zu nehmen.
Gemeinsam hinschauen und ins Gespräch kommen
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit, die dargestellten Themen im Rahmen eines Publikumsgesprächs zu vertiefen. Gemeinsam mit einer Expertin, die sich mit der Aufarbeitung rechten Terrors in Hessen beschäftigt hat, sollen die Hintergründe und Folgen rechter Gewalt diskutiert werden.
Der Austausch soll Raum für Fragen, Gedanken und unterschiedliche Perspektiven schaffen. Denn eine lebendige Demokratie lebt davon, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Unrecht benennen und sich mit den Ursachen und Folgen von Ausgrenzung auseinandersetzen.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, sich mit den Erfahrungen der Betroffenen zu beschäftigen und darüber nachzudenken, welche Verantwortung Politik, Gesellschaft und jeder einzelne Mensch im Kampf gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit tragen.
Für eine solidarische und demokratische Gesellschaft
Für den DGB-Kreisverband Altenkirchen und die IG Metall Herborn-Betzdorf ist klar: Rassismus, Ausgrenzung und rechte Gewalt dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Solidarität bedeutet, füreinander einzustehen, Menschen unabhängig von ihrer Herkunft zu respektieren und sich entschieden gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit zu stellen.
Gewerkschaften stehen für Zusammenhalt, Respekt, Gleichberechtigung und ein solidarisches Miteinander. Diese Werte gelten nicht nur am Arbeitsplatz, sondern in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens. Eine Gesellschaft, in der Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihres Aussehens bedroht und ausgegrenzt werden, widerspricht diesen Grundwerten.
Erinnerung darf deshalb nicht beim Gedenken stehen bleiben. Sie muss auch dazu beitragen, aus der Vergangenheit zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für eine offene und demokratische Gesellschaft einzusetzen.
Der Filmabend soll dazu einen Beitrag leisten: durch das Erinnern an die Opfer von Hanau, durch das Zuhören und durch den gemeinsamen Austausch.
Veranstaltung auf einen Blick
- Film: „Das Deutsche Volk“
- Datum: Mittwoch, 28. Oktober 2026
- Beginn: 19:00 Uhr
- Ort: KulturSalon der Stadthalle Altenkirchen
- Eintritt: Frei
- Veranstalter: DGB-Kreisverband Altenkirchen und IG Metall Herborn-Betzdorf
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen, gemeinsam hinzuschauen und ein Zeichen für Solidarität, Vielfalt und Demokratie zu setzen. Denn Erinnern heißt auch, Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft zu übernehmen.
Hier findest Du weitere Infos: Film und Gespräch: Das Deutsche Volk | DGB Rheinland-Pfalz / Saarland