Während viele Unternehmen und ihre Belegschaften bereits unter wirtschaftlichem Druck stehen, drohen weitere Belastungen durch politische Reformvorhaben und Forderungen der Arbeitgeber nach längeren Arbeitszeiten, dem Abbau von Schutzrechten sowie einer Schwächung der Tarifbindung. Die IG Metall Herborn-Betzdorf macht deshalb deutlich: Die Antwort auf die aktuellen Krisen darf nicht Sozialabbau sein, sondern Investitionen, Mitbestimmung und sichere Arbeitsplätze.
Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag!“ ruft die IG Metall Herborn-Betzdorf gemeinsam mit dem DGB Mittelhessen alle Beschäftigten, Betriebsräte, Vertrauensleute, Jugend- und Auszubildendenvertretungen sowie Unterstützerinnen und Unterstützer dazu auf, sich an der Demonstration und Kundgebung am Freitag, 11. September 2026, um 11:55 Uhr auf dem Marktplatz in Herborn zu beteiligen.
Zukunft braucht Investitionen – nicht Kürzungen
Die IG Metall ist überzeugt: Die wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland lassen sich nicht durch den Abbau von Arbeitnehmerrechten lösen. Stattdessen braucht es eine zukunftsorientierte Industriepolitik, die Innovationen fördert, Produktionsstandorte stärkt und gute Industriearbeitsplätze langfristig sichert.
Dazu gehören insbesondere:
- Investitionen in moderne Technologien und klimafreundliche Produktion,
- der Erhalt von Arbeitsplätzen statt Personalabbau,
- die Sicherung industrieller Wertschöpfung in Deutschland,
- sowie eine aktive Unterstützung der Transformation durch Politik und Unternehmen.
Tarifverträge schützen Beschäftigte
Tarifverträge sorgen für faire Löhne, geregelte Arbeitszeiten und gute Arbeitsbedingungen. Sie sind das Ergebnis jahrzehntelanger gewerkschaftlicher Arbeit und dürfen nicht ausgehöhlt werden.
Die IG Metall setzt sich deshalb weiterhin entschlossen ein für:
- die Verteidigung der 35-Stunden-Woche,
- keine unbezahlte Mehrarbeit,
- starke Mitbestimmung in den Betrieben,
- sowie eine hohe Tarifbindung als Grundlage guter Arbeit.
Sozialstaat und Arbeitnehmerrechte verteidigen
Auch der Sozialstaat steht zunehmend unter Druck. Die IG Metall warnt davor, Schutzrechte abzubauen oder Beschäftigte für wirtschaftliche Fehlentwicklungen verantwortlich zu machen.
Oliver Scheld, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Herborn-Betzdorf, bringt dies deutlich auf den Punkt:
„Die wirtschaftlichen Probleme entstehen nicht, weil Beschäftigte krank werden oder zu wenig arbeiten. Sie entstehen durch fehlende Investitionen, Managementfehler und eine verfehlte Industriepolitik. Wer darauf mit Sozialabbau, längeren Arbeitszeiten und weniger Schutzrechten antwortet, löst keine Krise, sondern verschärft sie und verschiebt die Verantwortung auf die Beschäftigten.“
Auch Harun Durukan, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Herborn-Betzdorf, unterstreicht die Bedeutung des gemeinsamen Handelns:
„Unsere Antwort auf Arbeitsplatz- und Sozialabbau lautet Solidarität. Wir kämpfen für unsere Tarifverträge, Mitbestimmung und einen starken Sozialstaat. Veränderungen entstehen nicht von allein, sondern wenn Beschäftigte gemeinsam handeln und ihre Interessen entschlossen vertreten. Jetzt ist die Zeit, Haltung zu zeigen.“
Gemeinsam ein starkes Zeichen setzen
Die Demonstration in Herborn soll ein deutliches Signal an Politik und Arbeitgeber senden: Beschäftigte erwarten Zukunftsperspektiven statt Kürzungspolitik. Gute Industriearbeit braucht Investitionen, verlässliche Tarifverträge und einen starken Sozialstaat.
Die IG Metall Herborn-Betzdorf ruft deshalb alle Mitglieder, Betriebsräte, Vertrauensleute, Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter sowie alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Kundgebung zu beteiligen und gemeinsam für gute Arbeit und soziale Sicherheit einzustehen.
Demo & Kundgebung
📅 Freitag, 11. September 2026
🕛 Beginn: 11:55 Uhr
📍 Marktplatz Herborn
Denn eines ist klar: Zukunft entsteht nicht durch Kahlschlag – sondern durch Solidarität, Investitionen und den gemeinsamen Einsatz für gute Arbeit.