650 Menschen setzen in Herborn ein starkes Zeichen! Kundgebung 11.09.2026

„Zukunft statt Kahlschlag!“ IG Metall Herborn-Betzdorf kämpft gemeinsam mit DGB und ver.di für sichere Arbeitsplätze, starke Tarifverträge und einen solidarischen Sozialstaat.

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11. September 2026 11. September 2026


Herborn, 11. September 2026. Ein eindrucksvolles Zeichen der Solidarität und Entschlossenheit haben heute rund 650 Menschen auf dem Herborner Marktplatz gesetzt. Zur Demonstration und Kundgebung der IG Metall Herborn-Betzdorf kamen zahlreiche Beschäftigte, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sowie Unterstützerinnen und Unterstützer zusammen.

Unter dem deutlichen Motto „Zukunft statt Kahlschlag!“ ging es um die Zukunft der Arbeitsplätze und der Industrie, um die Verteidigung von Tarifverträgen und Mitbestimmung, aber ebenso um den Erhalt eines starken Sozialstaates und eine sichere Rente.

Bereits das Motto „Zusammenhalt ist unsere Stärke“ machte deutlich, worum es an diesem Tag ging: Die Beschäftigten wollen nicht hinnehmen, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Sie fordern Perspektiven, Investitionen und Sicherheit statt Arbeitsplatzabbau, Sozialabbau und zunehmenden Druck auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Starke gewerkschaftliche Beteiligung

Besonders deutlich wurde der Zusammenhalt der Gewerkschaften durch die breite Unterstützung der Kundgebung. Neben der IG Metall Herborn-Betzdorf waren auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sowie Kolleginnen und Kollegen der Gewerkschaft ver.di vor Ort.

Auch Vertreterinnen und Vertreter des DGB und von ver.di ergriffen das Wort und richteten sich mit klaren Botschaften an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Damit wurde deutlich: Die Themen, um die es heute in Herborn ging, betreffen nicht nur eine einzelne Branche oder einzelne Betriebe.

Ob Industrie, öffentlicher Dienst, Pflege, Handel, Logistik oder andere Bereiche – Beschäftigte stehen überall vor ähnlichen Herausforderungen: Gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung, sichere Arbeitsplätze und soziale Sicherheit müssen verteidigt werden.

Die gemeinsame Präsenz der Gewerkschaften war deshalb ein wichtiges Signal: Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lassen sich nicht gegeneinander ausspielen.

Oliver Scheld: Zukunft für die Beschäftigten sichern

Für die IG Metall Herborn-Betzdorf sprach unter anderem Oliver Scheld, 1. Bevollmächtigter. Im Mittelpunkt seiner Botschaft stand die Forderung nach einer Zukunftsperspektive für die Beschäftigten und die Region.

Arbeitsplätze seien nicht einfach Zahlen in Bilanzen. Hinter jedem Arbeitsplatz stünden Menschen, Familien und Existenzen. Wenn industrielle Arbeitsplätze verloren gehen, hat dies Auswirkungen auf die gesamte Region – auf die Beschäftigten ebenso wie auf den Mittelstand, das Handwerk, den Einzelhandel und viele weitere Bereiche.

Die Forderung der IG Metall ist deshalb klar: Beschäftigung sichern, Standorte erhalten und die industrielle Zukunft aktiv gestalten.

Harun Durukan: Solidarität statt Spaltung

Auch Harun Durukan, 2. Bevollmächtigter von der IG Metall Herborn-Betzdorf sprach zu den rund 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Dabei stand insbesondere der gemeinsame Einsatz der Beschäftigten im Mittelpunkt. Solidarität ist die Antwort auf Arbeitsplatzabbau, Sozialabbau und Angriffe auf Tarifverträge.

Tarifverträge und Mitbestimmung seien keine Belastung, sondern wichtige Grundlagen für gute und faire Arbeit. Gerade in Zeiten großer Veränderungen komme es darauf an, dass Beschäftigte ihre Interessen gemeinsam und selbstbewusst vertreten.

Jörg Köhlinger mit deutlichen Worten

Ein weiterer zentraler Redner der Kundgebung war Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte.

Auch er fand deutliche Worte zu den aktuellen Herausforderungen für Beschäftigte und Gesellschaft. Insbesondere die Verbindung zwischen Arbeitsplatzsicherung und sozialer Sicherheit wurde dabei deutlich.

Die Botschaft: Wer den Wirtschaftsstandort stärken will, darf nicht gleichzeitig den Sozialstaat schwächen. Sozialkürzungen schaffen keine neuen Arbeitsplätze. Stattdessen braucht es Investitionen, Innovationen und eine Politik, die gute Arbeit und industrielle Wertschöpfung in Deutschland sichert.

Rente: Nach einem langen Arbeitsleben muss Sicherheit bleiben

Ein wichtiges Thema der Kundgebung war außerdem die Rente.

Die Gewerkschaften stellen sich gegen eine Politik, die das Renteneintrittsalter immer weiter nach hinten verschieben will. Für viele Beschäftigte – insbesondere in körperlich belastenden Berufen – ist es bereits heute eine enorme Herausforderung, bis zum gesetzlichen Rentenalter gesund arbeiten zu können.

Die Forderung aus Herborn lautet daher: Wer jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge eingezahlt hat, muss sich auf eine gute und verlässliche Rente verlassen können.

Eine Gesellschaft müsse sich daran messen lassen, wie sie mit den Menschen umgeht, die ihr Arbeitsleben lang ihren Beitrag geleistet haben.

Starker Sozialstaat statt Sozialabbau

Auch der Sozialstaat stand im Mittelpunkt der Redebeiträge.

Die Gewerkschaften machten deutlich, dass soziale Sicherheit kein Luxus und keine überflüssige Ausgabe sei. Ein funktionierender Sozialstaat gebe Menschen Sicherheit, wenn sie krank werden, ihren Arbeitsplatz verlieren, pflegebedürftig werden oder im Alter nicht mehr arbeiten können.

Deshalb müsse es darum gehen, den Sozialstaat zu stärken und zukunftsfest zu machen – und nicht darum, verschiedene gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen.

Jung gegen Alt, Beschäftigte gegen Arbeitslose oder Industrie gegen öffentlichen Dienst – diese Spaltung lehnen die Gewerkschaften ab.

650 Menschen – eine gemeinsame Stimme

Mit rund 650 Menschen war die Resonanz auf die Kundgebung ein beeindruckendes Zeichen.

Rote Fahnen der IG Metall, zahlreiche Kolleginnen und Kollegen von DGB und ver.di und die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten den Herborner Marktplatz zu einem sichtbaren Ausdruck gewerkschaftlicher Solidarität.

Die Botschaft des Tages war eindeutig:

Zukunft statt Kahlschlag.
Arbeitsplätze statt Arbeitsplatzabbau.
Tarifverträge statt Lohndruck.
Gute Arbeit statt Ausbeutung.
Eine sichere Rente statt immer längerer Lebensarbeitszeit.
Ein starker Sozialstaat statt Sozialabbau.

Die heutige Veranstaltung hat gezeigt, dass die Beschäftigten bereit sind, gemeinsam für ihre Zukunft einzustehen. IG Metall, DGB und ver.di haben in Herborn deutlich gemacht: Die Gewerkschaften stehen zusammen, wenn es um die Interessen der Beschäftigten und um den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft geht.

Denn am Ende geht es um eine grundlegende Frage:

Welche Zukunft wollen wir?

Eine Zukunft, in der Arbeitsplätze verschwinden, Tarifverträge unter Druck geraten und soziale Sicherheit abgebaut wird?

Oder eine Zukunft, in der Menschen von ihrer Arbeit gut leben können, nach einem langen Arbeitsleben eine sichere Rente erhalten und sich darauf verlassen können, dass der Sozialstaat sie nicht im Stich lässt?

Die rund 650 Menschen auf dem Herborner Marktplatz haben heute ihre Antwort gegeben:

„Zukunft statt Kahlschlag!“

Und diese Zukunft werden wir nur gemeinsam gestalten können – mit Solidarität, Zusammenhalt und einer starken Stimme der Beschäftigten.